{"id":1603,"date":"2021-10-13T10:30:05","date_gmt":"2021-10-13T08:30:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.migration-macht-gesellschaft.de\/?p=1603"},"modified":"2021-10-13T10:30:05","modified_gmt":"2021-10-13T08:30:05","slug":"daughters-and-sons-of-gastarbeiters-familiengeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.migration-macht-gesellschaft.de\/tr\/daughters-and-sons-of-gastarbeiters-familiengeschichten\/","title":{"rendered":"Daughters and Sons of Gastarbeiters \u2013 Familiengeschichten"},"content":{"rendered":"<h1>Daughters and Sons of Gastarbeiters \u2013 Familiengeschichten<\/h1>\n<div class=\"tribe-events-schedule tribe-clearfix\">\n<h2><span class=\"tribe-event-date-start\">Donnerstag, 21. Oktober um 20:00<\/span><\/h2>\n<\/div>\n<div id=\"post-52742\" class=\"post-52742 tribe_events type-tribe_events status-publish hentry tribe_events_cat-kulturveranstaltung tribe_events_cat-lesung cat_kulturveranstaltung cat_lesung\">\n<div class=\"tribe-events-single-event-description tribe-events-content\">\n<p><strong>Beginn:<\/strong> 20 Uhr<br \/>\n<strong>Einlass:<\/strong> 19.30 Uhr<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich des 60\u2013j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums des deutsch-t\u00fcrkischen Anwerbeabkommens wird das Literaturkollektiv <strong>\u201cDaughters and Sons of Gastarbeiters\u201d<\/strong> Familiengeschichten am 21.10.2021 im Bellevue di Monaco autobiografisch, k\u00fcnstlerisch-performativ darstellen. Die Erz\u00e4hlungen werden von Bildprojektionen, Film und Musik begleitet.<\/p>\n<p><strong>A reading with texts by authors that are part of the collective \u201cDaughters and Sons of Gastarbeiters\u201d, family stories will be told and illustrated with pictures, film and music.<\/strong><\/p>\n<p>Seit den 1960er Jahren leisteten Gastarbeiter*innen einen erheblichen Beitrag f\u00fcr den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland, die in der deutschen Erinnerungskultur nicht ausreichend wertgesch\u00e4tzt wird. Die erz\u00e4hlten Geschichten sollen einen Diskurs \u00fcber das Selbstverst\u00e4ndnis und die Relevanz der Einwanderer*innen in der deutschen Gesellschaft er\u00f6ffnen und gleichzeitig einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland leisten.<\/p>\n<p><em>Eintritt: Pay as much as you can! 6 \u20ac (empfohlen), 4 \u20ac (erm\u00e4\u00dfigt), 0 \u20ac\u00a0(sozial)<\/em><\/p>\n<p>Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem <a href=\"https:\/\/www.muenchner-stadtmuseum.de\/\"><strong>M\u00fcnchner Stadtmuseum<\/strong><\/a> und <a href=\"https:\/\/bellevuedimonaco.de\/veranstaltung\/gastarbeiters\/\"><strong>Bellevue di Monaco<\/strong><\/a> statt.<\/p>\n<p><strong>Anmeldung \u00fcber das jeweilige Formular oder per Mail: <\/strong><a href=\"mailto:anmeldung@bellevuedimonaco.de\">anmeldung@bellevuedimonaco.de<\/a><\/p>\n<p>Die Veranstaltungen im Bellvue di Monaco finden selbstverst\u00e4ndlich unter sorgf\u00e4ltiger Einhaltung der Hygienevorschriften statt. Die <strong>Hygienekonzept<\/strong> finden Sie <a href=\"https:\/\/bellevuedimonaco.de\/hygienekonzept\">hier<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Die Autor*innen:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. \u00c7i\u00e7ek Bacik:<\/strong>\u00a01972 in Almus \/Tokat geboren, ist Co-Initiatorin und Leiterin der <strong>Daughters and Sons of Gastarbeiters<\/strong> und arbeitet in Berlin als Grundschullehrerin. Sie studierte Neuere Deutsche Literatur und Franz\u00f6sische Philologie an der Freien Universit\u00e4t Berlin und an der Sorbonne. 2012 promovierte sie an der Philipps Universit\u00e4t Marburg in Politik \u00fcber t\u00fcrkische Fernsehsender in Deutschland. Sie ist Co-Herausgeberin und Autorin von \u201eIntercity Istanbul Berlin\u201c (2010). Ihre Promotionsarbeit \u201eT\u00fcrkisches Fernsehen in Deutschland \u2013 Narrenfreiheit und mangelnde Medienaufsicht\u201c erschien 2014.<\/p>\n<p><strong>Sne\u017eana Petrovi\u0107\u00a0<\/strong>ist Gastarbeiterkind, in Bayern geboren und in einem multikulturellen Umfeld zwischen \u201cHeidi deine Welt sind die Berge\u201d und Balkan-Akkordeon aufgewachsen. Sie ist \u00dcbersetzerin f\u00fcr Englisch\/Deutsch\/Serbokroatisch und Mutter.\u00a0Durch einen kleinen Blog versucht sie die Heimat ihrer Eltern zu ergr\u00fcnden und ihre Wurzeln zu behalten bzw. zu entdecken.<\/p>\n<p><strong>Abdulvahap\u00a0\u00c7ilh\u00fcseyin<\/strong>,\u00a0ist Enkelkind einer Gastarbeiterin und lebt in Stuttgart. Von einer Lesung der <strong>Daughters and sons of Gastarbeiters<\/strong> in Stuttgart inspiriert begann er die faszinierenden Geschichte seiner Gro\u00dfmutter zu schreiben, 2018 erschienen ist: \u201e<strong>Ein t\u00fcrkische Geschichte\u201c<\/strong>: Sie war damals eine von den Ersten. Eine von den ersten Gastarbeiterinnen, die in den 60ern Ihre Heimat verl\u00e4sst. Aus der Stadt Sivas in der Zentralt\u00fcrkei macht Sie sich alleine auf dem Weg ins fremde Deutschland. Der Leser wird nicht nur mit Ihrem sehr pers\u00f6nlichen und facettenreichen Leben konfrontiert, sondern wird auch mitgenommen auf eine Kulturreise durch die Zeit. Eine faszinierende und emotionale Biografie einer starken Pers\u00f6nlichkeit aus Anatolien.<\/p>\n<p><strong>Koray Y\u0131lmaz-G\u00fcnay<\/strong>\u00a0ist seit den fr\u00fchen 1990er Jahren Aktivist, Publizist und politischer Bildner (Schwerpunkt: verschiedene Formen der Diskriminierung und ihre \u00dcberschneidungen sowie Antidiskriminierungspolitik). Er ist Vorstandsmitglied des Migrationsrats Berlin-Brandenburg, einer Dachorganisation von etwa 80 Migrant_innen-Selbstorganisationen. 2011 hat er den Sammelband \u00abKarriere eines konstruierten Gegensatzes: zehn Jahre \u2039Muslime versus Schwule\u203a. Sexualpolitiken seit dem 11. September 2001\u00bb herausgegeben (zweite Auflage 2013). 2014 hat er mit Freya-Maria Klinger das Handbuch \u00abRealit\u00e4t Einwanderung. Kommunale M\u00f6glichkeiten der Teilhabe, gegen Diskriminierung\u00bb ver\u00f6ffentlicht. Er ist in der laufen Legislaturperiode stellvertretendes Mitglied im Beirat der Bundesantidiskriminierungsstelle und gr\u00fcndete 2015 seinen Verlag Y\u0131lmaz-G\u00fcnay.<\/p>\n<p><strong>Das Literaturkollektiv:\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Sie folgten ihren Eltern aus den D\u00f6rfern Anatoliens, S\u00fcdeuropas, des Balkans nach Deutschland oder kamen in einem Arbeiterviertel der Bundesrepublik zur Welt. Ihre V\u00e4ter und M\u00fctter sollten in Deutschland als \u201eGastarbeiter\u201c den Wirtschaftsaufschwung befl\u00fcgeln. Ihr Kapitel\u00a0ist ein wichtiger Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte.\u00a0H\u00f6chste Zeit, ihren Erinnerungen ein Forum zu bieten!<\/p>\n<p>Die Autor* unterschiedlicher Herkunft bieten in k\u00fcnstlerisch-performativer Form autobiografische Geschichten aus ihrer Familiengeschichte dar. Dabei werden die Erz\u00e4hlungen von Bildprojektionen aus dem Familienalbum, B\u00fchnenbild, Film und Musik begleitet und er\u00f6ffnen einen Diskurs \u00fcber das Selbstverst\u00e4ndnis und die Relevanz der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft.<\/p>\n<p>In einer Zeit, in der in \u00f6ffentlichen Debatten ethnische und religi\u00f6se Hintergr\u00fcnde eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen, erscheint es umso wichtiger, den Blick auf die konkrete Lebenswirklichkeit von Menschen mit Migrationserfahrung zu richten, um g\u00e4ngige \u00dcberfremdungsrhetoriken ins Leere laufen zu lassen.<\/p>\n<p>Die erz\u00e4hlten Geschichten sollen einerseits einen Beitrag zur Erinnerungskultur in Deutschland leisten und damit das Selbstverst\u00e4ndnis der Einwanderer in der deutschen Gesellschaft festigen. Andererseits sollen sie andere animieren, sich dem Projekt mit ihren eigenen Erfahrungen anzuschlie\u00dfen. Es ist an der Zeit, diese Biographien als Selbstverst\u00e4ndlichkeit und Normalit\u00e4t in die deutsche Erinnerungskultur einzubeziehen und nicht als mehr oder weniger exotische Multikulti-Besonderheit zu stigmatisieren.<\/p>\n<p>Gegr\u00fcndet wurde die offene Literaturplattform von<strong> \u00c7i\u00e7ek Bacik<\/strong> (auch Sprecherin der Gruppe) und <strong>Ferda Ataman<\/strong> im Januar 2015 in Berlin. Seit 2015 f\u00fchrt das Autor*innenkollektiv zahlreiche Lesungen in unterschiedlichen St\u00e4dten Deutschlands durch.<\/p>\n<p><strong>Foto: <\/strong>\u00c7i\u00e7ek Bacik<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Daughters and Sons of Gastarbeiters \u2013 Familiengeschichten Donnerstag, 21. 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