„DREAMERS“ – Film + Gespräch aus der Filmreihe „Aus der Fremde in die Fremde?!“

„DREAMERS“ – Film + Gespräch aus der Filmreihe „Aus der Fremde in die Fremde?!“

27. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Einlass 19:30 – Eintritt frei, Spende erwünscht – first come, first served

Wo?: Im Neuen Rottmann, Rottmannstraße 15, 80333 München

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=LPg-FlCRTYM&t=5s

DREAMERS erzählt von Liebe, Freundschaft und Solidarität unter den Bedingungen des britischen Asyl- und Abschiebesystems. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen, die in einem Abschiebezentrum aufeinandertreffen und trotz Ungewissheit, institutioneller Kontrolle und drohender Abschiebung versuchen, ihre Hoffnung auf eine selbstbestimmte Zukunft zu bewahren. Der Film macht die menschlichen Auswirkungen restriktiver Migrationspolitik sichtbar und stellt dabei insbesondere die Perspektiven geflüchteter Frauen und queerer Menschen in den Vordergrund.

Isio lebt seit zwei Jahren ohne gültige Aufenthaltspapiere in Großbritannien, als sie festgenommen und in das Abschiebezentrum Hatchworth gebracht wird. Sie ist überzeugt, dass ihr Asylantrag Erfolg haben wird, wenn sie sich an die Regeln hält und dem Verfahren vertraut.

Ihre Zimmergenossin Farah hat diesen Glauben längst verloren. Während Isio zunächst auf eine rechtmäßige Entscheidung hofft, schmiedet Farah gemeinsam mit anderen Frauen Pläne, um dem Zentrum zu entkommen. Zwischen den beiden entwickelt sich allmählich eine besondere Nähe, aus der eine Liebesbeziehung entsteht.

Doch der Alltag im Abschiebezentrum ist von Unsicherheit, fehlender Selbstbestimmung und der ständigen Angst vor Abschiebung geprägt. Als Farahs Asylantrag abgelehnt wird, müssen sich beide Frauen mit der Frage auseinandersetzen, wie eine gemeinsame Zukunft unter diesen Bedingungen überhaupt möglich sein kann.

Mit ihrem Spielfilmdebüt DREAMERS richtet die britisch-nigerianische Regisseurin Joy Gharoro-Akpojotor den Blick auf die Lebensrealitäten von Frauen in einem System, das ihre Freiheit und ihre Zukunftsperspektiven massiv einschränkt. Zugleich erzählt sie eine Geschichte über Liebe, Zusammenhalt und den Versuch, auch unter widrigsten Umständen die eigene Würde und Hoffnung zu bewahren.

Vorfilm: „BETWEEN EXILE AND LOSS“

BETWEEN EXILE AND LOSS ist ein poetischer Kurzfilm des sudanesischen Dichters und Filmemachers Motasim Morsal Adam (Teko), entstanden in Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Filmemacher David Fedele. Der Film dokumentiert eine Flucht vor dem Krieg im Sudan und verbindet persönliche Erinnerungen mit einer eindringlichen Auseinandersetzung über Vertreibung, Exil und den Kampf ums Überleben.

Auf seiner Flucht durch Sudan, Tschad, Libyen, Algerien und Marokko hielt Motasim Morsal Adam seine Erlebnisse heimlich mit dem Mobiltelefon fest. Die Aufnahmen und Fotografien entstanden unter schwierigsten Bedingungen. Ein Teil des Materials wurde aus Gefängnissen und Haftzentren herausgeschmuggelt.

Aus diesen persönlichen Dokumenten entstand ein Film, der weit über die Darstellung einer Fluchtroute hinausgeht. BETWEEN EXILE AND LOSS verwandelt die Erfahrungen von Vertreibung und Verlust in eine poetische Reflexion über Erinnerung, Heimat und die Suche nach Sicherheit.

Der Kurzfilm gibt einem Menschen, der selbst von Krieg und Flucht betroffen ist, Raum, seine eigene Geschichte zu erzählen. Dabei entsteht eine persönliche Perspektive auf Flucht und Exil, die hinter abstrakten politischen Debatten häufig unsichtbar bleibt.

Im Anschluss Gespräch mit Gästen

Veranstalter: Migration macht Gesellschaft e.V. / REGSAM / JIZ München / KJR München-Stadt München / InitiativGrupppe e.V. Migrationsberatung

🎤 Wir freuen uns auf Dich!!!

Es gilt folgender Einlassvorbehalt:

Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, nationalistische, rassistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.