Workshop Filmemachen leicht gemacht – Anfängerworkshop zu Film, Schnitt, Storytelling und Gefahren der digitalen Welt

Workshop

FILMEMACHEN LEICHT GEMACHT

Wann: 17. und 18. Dezember 2022, jeweils 11:00 bis 18:00 Uhr          Wo: Medienzentrum München Rupprechtstraße 29, 80636 München

Wer: Personen ab 16 Jahren mit- und ohne Migrationserfahrung, Sprachniveau Deutsch mind. B1, Teilnehmer*innenzahl begrenzt

Wir laden herzlich ein, zu einem zweitägigen Workshop.

Du hast vielleicht schon erste Erfahrungen gemacht mit Handyvideos, TikTok und Instagram? Jetzt möchtest du endlich mal an die richtigen Kameras und Schneideprogramme. Wir tasten uns Schritt für Schritt heran an das Handwerk des professionellen Erstellens von Videos. Welches Equipment hat welchen Effekt? Wie funktioniert Schnitt und Storytelling? Wie werden aus Aufnahmeschnipsel beeindruckende Hollywood-Streifen?

Der Workshop orientiert sich dabei thematisch an den Gefahren der digitalen Welt. Müssen wir uns vor bestimmten Dingen schützen? Was ist Hassrede und wie kann man beispielsweise Verschwörungserzählungen medial begegnen? Wie setzen wir uns ein für Vielfalt und gegen Diskriminierung?

Gemeinsam üben wir die Handhabung der Geräte, tauschen uns aus und entwickeln einen kleinen Kurzfilm.

Workshop-Referent:

  • Daniel Aberl (ausgebildeter Fimemacher und Medienpädagoge)

Kontaktperson:

  • Silas Meyer (Projektbetreuer von Migration.macht.digitale.Medien)

s.meyer@migration-macht-gesellschaft.de
tel.: +49 (0) 17684940060

 

Anmeldung bis 15.12. unter https://forms.gle/1kE3wdJnvCoTFtVw9

Lesung und Gespräch mit TOMER GARDI am 09. Dezember 2022

Lesung und Gespräch mit TOMER GARDI am 09. Dezember 2022

Wo: Eine Welt Haus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München

Wann: 09.12.2022 um 19.30 Uhr – Eintritt frei

Um Voranmeldung wird gebeten: https://forms.gle/vzJgDJZi54Zn1Vs76

 

Tomer Gardi schreibt in der Kunstsprache «Broken German» seinen zweiteiligen Roman Eine runde Sache (Droschl, 2021) und schickt darin zwei Künstler in unterschiedlichen Jahrhunderten auf eine Reise, bei der sich historische Wirklichkeit und Fiktion kreuzen.

Fremdheitserfahrungen, Identität, das Leben als Künstler und jede Menge Politik sind die großen Themen des Romans, in dem sich die beiden Handlungsstränge gegenseitig spiegeln.

Zuerst schickt sich Tomer Gardi selbst, auf Deutsch verfasst, als literarische Figur mit dem sprechenden Deutschen Schäferhund Rex und dem Elfen- oder gar Erlkönig an seiner Seite auf eine fantastisch-abenteuerliche Odyssee. Slapstickartig, komisch und mit vielen unterschwelligen Nadelstichen peitscht der Wind in die Segel. Im zweiten Teil des Romans, übersetzt aus dem Hebräischen, folgen wir dem im 19. Jahrhundert lebenden indonesischen Maler Raden Saleh von Java durch Europa und zurück nach Asien – ein historischer Roman und zugleich ein Abbild unserer Zeit.

Virtuos spielt Tomer Gardi mit Sprachen. Mit all seiner Originalität und dem Überbordwerfen konventioneller Romankonzeptionen löst er auch die Krux mit der Wahl der Sprache, die sein literarisches Ich martert. Sagt es zu Beginn des Romans doch, »dass ich ein Idee für eine Geschichte habe, weiß aber nicht, ob ich es auf Hebräisch schreiben soll, oder auf meinem Deutsch. (…) Jeder Stimme wird ja was anderes und unterschiedliches Ausdrücken können. Andere und unterschiedliche Fantasien entwickeln, von andere und unterschiedliche Lebenserfahrungen erzählen können. (…) Und wie kann ich entscheiden?«

 

Tomer Gardi, geboren 1974 im Kibbuz Dan in Galiläa, lebt in Berlin. Er studierte Literatur und Erziehungswissenschaft in Tel Aviv und Berlin. Gardis literarischer Essay Stein, Papier wurde 2011 veröffentlicht (dt. 2013). Beim Bachmannpreis 2016 löste ein Auszug aus seinem Debütroman Broken German eine Debatte über die deutschsprachige Gegenwartsliteratur aus. Sein zweiter Roman Sonst kriegen Sie Ihr Geld zurück erschien 2019. Das Hörspiel zu Broken German erhielt 2017 den Deutschen Hörspielpreis der ARD. Die Feuerbringer – Eine Schlager-Operetta wurde von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats Februar 2018 gewählt. Eine runde Sache stand im Herbst 2021 auf der Weltempfängerliste und auf der SWR-Bestenliste.

Moderation: Tunay Önder, 1981 in München geboren, verschuldete sich erfolgreich mit ihrem Studium der Soziologie, Politik und Ethnologie und ist seither als Arbeitsmigrantin zwischen verschiedenen Parallelgesellschaften wie Wissenschaft, Pädagogik und Theater tätig. Ihr Hauptinteresse gilt der herrschaftsfreien Migrationsgesellschaft und wie man sich ihr redend, schreibend und handelnd nähern kann.

Veranstalter: Migration macht Gesellschaft e.V. / Münchner Stadtmuseum / Migrationsdienst der Initiativgruppe e.V. / Eine Welt Haus München e.V. / Bellevue di Monaco

 

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PRESSESTIMMEN

 Preis der Leipziger Buchmesse 2022

»Eine runde Sache ist ein Schelmenstück. Wirklichkeit und Fiktion prallen darin aufeinander wie das Echte und das Gemachte. Dabei spielt Gardi ebenso kunstvoll wie dreist mit Lesegewohnheiten und Erwartungen an einen Roman, zumal an einen deutschsprachigen. (…) Dahinter lauert die bittere Frage, wie es einem Menschen überhaupt gelingen kann, seine eigene Sprache zu finden. Kurzum: Eine runde Sache ist ein großzügiger Roman von hoher sprachlicher Präzision.« (aus der Jurybegründung)

»Es ist sooo guuut geschrieben! … Ich kannte den Autor vorher nicht und nun muss ich sagen: Ich bin jetzt Tomer Gardi Fan!« (Ijoma Mangold, Lesenswert)

»Am Ende bleibt allein die Verblüffung, wie aus so vielen Ecken und Kanten eine derart fesselnde runde Sache werden kann.« (Judith Hoffmann, ORF)

»Ein vor Assoziationslust sprühendes Buch – und nicht zuletzt auch ausgesprochen unterhaltsam.« (Ulrich Noller, Deutschlandfunk)

»Anfangs wundert man sich über die Verschiedenheit, aber später erschließen sich die Parallelen: der Fremde, der die Heimat verlassen hat und nirgends richtig ankommt. Tomer Gardi fordert die Leser heraus. Es lohnt sich, sich diesen Themen zu stellen, vor allem auch der derzeit viel diskutierten Kolonialzeit.« (Lutz Balzer, Radio Schalom)

»Dieser verrückte Roman ist nicht zu fassen. Aber er weckt Fragen, die in uns schlummern.« (Cornelia Zetzsche, Bayern 2 Kulturwelt)

»Unterwegs sein, ob nun in den Sprachen, Zeiten oder Identitäten, heißt hier immer auch: unstet und unsicher sein. Das klingt nach einer plakativen Einsicht, nach einer Allerweltsphrase, die heutzutage in jeder Kolumne zu haben ist. In Gardis Prosa gewinnt sie an dringlichem Witz, auch an schelmischer Traurigkeit.« (Samuel Hamen, Deutschlandfunk)

»Tomer Gardi – ein Schriftsteller zwischen den Welten, der auch seine Figuren losschickt, auf die Suche nach einem Platz in der Welt. Was so leichtfüßig scheint, ist genial gestrickt. Ein sprudelnder, atemloser Roman, der die großen Fragen nach Identität und Heimat verhandelt.« (Juliane Bergmann, NDR)

»Lüge und Repräsentation, Lüge und Identität hängen in beiden Romanteilen eng zusammen. Insofern ist das hier wirklich „eine runde Sache“. (Der reale Autor) Tomer Gardi fragt in diesem Roman genau nach diesen Verbindungslinien, nach den subversiven Potentialen von Kunst, nach den Zusammenhängen von Lüge und Wahrheit, nach dem Schlachtfeld, zu dem Macht Kunst und Künstler macht.« (Kulturgeschwätz)

»Man kann getrost sagen, dass derzeit kein Autor die deutsche Literatur derart aufmischt … Sie werden laut lachen, zusammenschrecken, genießen und mitrennen, sobald der Autor Sie am Schlafittchen hat.« (Sophie Albers Ben Chamo, Jüdische Allgemeine)

Workshop Insta nutzen lernen – Narrativen ändern!

Workshop

Insta nutzen lernen – Narrativen ändern!

Wann: 03. und 04. Dezember 2022, jeweils 10:00 bis 16:30 Uhr          Wo: Theresienstr. 63, 80333 München

Wer: Max. 15 Teilnehmende

Wir laden herzlich ein, zu einem zweitägigen Workshop.

Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die Basics: Wo kommt Instagram her? Welche Funktionen gibt es? Wie erstelle ich ein Listicle, ein Reel oder einen Link-Baum?

Welche Tools können mir helfen, um selbst virale Beiträge zu erstellen oder meinen Verein professionell auf Instagram zu platzieren? Wo liegen die Trends und wie kann ich mit möglichst wenig Aufwand digital aktiv sein?

Gleichzeitig beschäftigen wir uns mit dem Thema Narrativen. Wann sind Bilder diskriminierend? Wie können bestehende Narrativen neu erzählt werden?

Wir üben gemeinsam, Beiträge, Stories und Reels zu erstellen. Dafür solltest du ein Smartphone mitbringen und im Idealfall auch einen Laptop.

Workshopleitende:

  • Silas Meyer (Projektleitung Migration.macht.digitale.Medien) und
  • Patricia Breu (ehrenamtliche Social Media Managerin Migration macht Gesellschaft e.V.)

Kontaktpersonperson ist Silas Meyer.

s.meyer@migration-macht-gesellschaft.de
tel.: +49 (0) 17684940060

 

Anmeldung bis 01.12. unter https://forms.gle/1kE3wdJnvCoTFtVw9

Auftaktveranstaltung Migration.macht.digitale.Medien und interaktive Buchvorstellung – Bloggen gegen Rassismus – Holen wir uns das Netz zurück!

Wir laden Sie herzlich ein zur ersten Veranstaltung unseres neues Präventionsprojekt Migration.macht.digitale.Medien. Silas Meyer wird durch den Abend führen und Einblicke in die geplanten Aktivitäten der bevorstehenden Monate geben. Zu Gast ist außerdem Politikwissenschaftler und Journalist Said Rezek, der 2021 ein sehr erfolgreiches Werk schrieb zum Thema Online-Aktivismus.

Anmeldung für die Veranstaltung bitte über das Anmeldeformular: https://forms.gle/cYVJpb1AS5nPzpK37

 

Das Projekt Migration.macht.digitale.Medien bringt Menschen ungeachtet ihrer vielfältigen Hintergründe zusammen und gestaltet den digitalen Raum durch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, insbesondere migrationsspezifischen Themen. In einem praxisorientierten Ansatz wird sich mit den Fragen auseinandergesetzt: Wie produzieren wir nachhaltige und diskriminierungssensible Beiträge auf Social Media? Was ist Alltagsrassismus im Netz? Wie sorgen wir für mehr Sichtbarkeit marginalisierter Anliegen und was spielt digitale Zivilcourage dabei für eine Rolle?

Das Handwerkszeug dafür liefert Said Rezek.

Der Journalist und Blogger positioniert sich seit Jahren gegen Rassismus und Hass im Netz. Er ist überzeugt: „Jede:r kann der Hetze als Blogger:in Paroli bieten und positive Akzente für eine vielfältige, friedliche und demokratische Gesellschaft setzen.“

In seinem Buch beleuchtet Said Rezek die rechte Szene im Netz und zeigt den Leser:innen mit praktischen Beispielen, Übungen und Lösungen, wie sie

  • sich vor den Risiken des Bloggens schützen, darunter Hassrede, Filterblasen, Fake News und Verletzung der Privatsphäre,
  • ihre Reichweite in sozialen Netzwerken erhöhen,
  • spezielle Beitragsformen für soziale Netzwerke erstellen, zum Beispiel offene Briefe, Listicles, Tweets und Memes,
  • das Handwerk des Bloggens professionell einsetzen, zum Beispiel die Themen- oder die Bildersuche und nicht zuletzt die Recherche.

 

Datum: 12.10.2022 Beginn: 19:00 Uhr Ort: Eine Welt Haus – Schwanthalerstrasse 80

Venezuela: vergessene Fluchtbewegungen – Vortrag und Infoabend über die aktuelle Lage der Geflüchteten

Venezuela: vergessene Fluchtbewegungen

Vortrag und Infoabend über die aktuelle Lage der Geflüchteten

Wann: 30. September, 19:00 Uhr          Wo: EineWeltHaus München, großer Saal

Menschen aus Venezuela, die ihr Heimatland verlassen, bilden die weltweit größte Fluchtbewegung. Laut den Vereinten Nationen verließen bis Ende 2021 6,1 Millionen Menschen das Land. Rund 5 Millionen haben in benachbarten Ländern Zuflucht gefunden. Alleine Kolumbien hat 1,8 Millionen Venezuelaner:innen aufgenommen. Dies ist nicht nur die größte Flucht- und Migrationsbewegung in der jüngeren Vergangenheit Südamerikas, auch weltweit gibt es kaum eine Region, wo so viele Menschen ihr Land verlassen haben. Mit der steigenden Zahl der Menschen, die ihr Land verlassen, wächst die Not, da z.B. entlang der Fluchtrouten sauberes Wasser und Nahrung fehlen. Gleichzeitig drohen viele Menschen in die Illegalität abzurutschen, da sie keinen sicheren Rechtsstatus mehr haben.

Mit der Veranstaltung wollen wir den Blick auf die Lage der Geflüchteten wenden: Wie werden sie in den Nachbarländern aufgenommen, welche Herausforderungen stellen sich ihnen hierbei? Auch Deutschland ist Zielland venezolanischer Migrant:innen. Vor welchen Herausforderungen stehen sie hier, welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Referentinnen:

Prof. Luisa Feline Freier (Professorin für Politikwissenschaft an der Universidad del Pacífico, Lima/Peru) Forschungsschwerpunkte umfassen die Migrations- und Flüchtlingspolitik Lateinamerikas, Süd-Süd-Migration und die venezolanische Flüchtlingskrise. Sie hat dazu verschiedene internationale Organisationen wie Amnesty International, die Weltbank und die EU beraten.

Vania Amigo (Dipl. Psych., systemische Beratung und Therapie i.A., traumasensitives Yoga i.A.) war als Psychologin über 10 Jahre im Krankenhaus Santa Bárbara, Región Biobío, Chile tätig, spezifisch im Bereich der interkulturellen Gesundheit. Seit 2019 arbeitet sie im Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete Leipzig, Mosaik Leipzig e.V.

Moderation:

Teresita Oramas de Singer (Geschäftsführerin von Venezuela an Beveriera e.V. und Mitglied der Migrationsbeirat München)

Die Veranstaltung findet gemäß der zu dem Zeitpunkt geltenden Hygienebestimmungen statt. Falls keine Präsenz-Veranstaltung möglich sein sollte, wird sie als Online-Veranstaltung stattfinden.

Veranstalter:innen:
Migration macht Gesellschaft e.V. / Münchner Flüchtlingsrat e.V. / Nord Süd Forum München e.V. / Migrationsdienst der Initiativgruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V. / Trägerhaus EineWeltHaus e.V.

Für Ihre Unterstützung Danke an: Venezuela en Baviera e.V

In Kooperation mit: Petra Kelly Stiftung – www.petrakellystiftung.de

Buchvorstellung & Diskussion – Antiziganismus früher und heute – Wahrnehmung und mediale Diffamierung

Buchvorstellung & Diskussion

Antiziganismus früher und heute – Wahrnehmung und mediale Diffamierung

 

Wo: Eine Welt Haus, Schwanthalerstr. 80, 80336 München

Wann: 19.00 Uhr

Um Voranmeldung wird gebeten: info@romanity.de

Vor 50 Jahren fielen vier Schüsse in einem kleinen bayerischen Dorf. Keiner ging daneben. Die Bilanz war schauerlich: eine schwer verletzte Romni und eine tote Romni, die ein Kind im Leibe trug. Sie flohen bereits aus dem Bauernhof, in dem sie eingedrungen waren. Der Todesschütze kam vor Gericht glimpflich davon. Alle standen zu ihm: die Polizei, die Justiz, die katholische Kirche, überhaupt die ganze «anständige» Gesellschaft. Zahlreiche Kreisräte und Bürgermeister der CSU beteiligten sich ebenso an der Hilfsaktion wie ein Minister, der zusammen mit zwei Kollegen die Hand über den Täter hielt. Um die Opfer und ihre Angehörigen kümmerte sich niemand. Sie waren ja nur «Zigeuner», und sie blieben es, von Empathie bis heute keine Spur.

Hans Woller hat den Kriminalfall rekonstruiert und erzählt eine Geschichte voller Abgründe und rassistischer Ressentiments. Denn Fragen wie diese sind nach wie vor brandaktuell: Die Schüsse von Niederthann – könnten sie wieder fallen, wen würden sie diesmal treffen, und würde die Gesellschaft heute anders darauf reagieren als damals, als man den Täter zum Opfer erklärte und den Opfern mit ebenso kaltherziger wie herabsetzender Gehässigkeit begegnete?

Veranstalter:innen:

RomAnity e.V.

Migration macht Gesellschaft e.V.
Münchner Flüchtlingsrat e.V.

 

Verlag & Unterstütz von:

C.H.Beck Verlag

Kulturabend – 40 Jahre Rechtshilfe München

Kulturabend – 40 Jahre Rechtshilfe München e.V.

Seit 1982 finden Menschen mit Migrationsbiographien bei ehrenamtlich tätigen Anwält*innen und Unterstützer*innen eine übergreifende Anlaufstelle für alle rechtlichen Fragen, die mit ihrem migrationsrechtlichen Status zu tun haben. Die Chronik des Vereins spiegelt dabei 40 Jahre Flucht- und Migrationsgeschehen wider und zeigt deutlich: staatliche und städtische Unterstützungsangebote sind in den letzten vier Jahrzehnten Mangelware geblieben.

Am 22. Juli wird das 40-jährige erfolgreiche Bestehen der Rechtshilfe im EineWeltHaus mit einem Kulturabend und einer anschließender Feier begangen.

Programm:

  • Grußwort von Gülseren Demirel MdL – Bündnis 90/Die Grünnen
  • Rückschau auf die Arbeit der Rechtshilfe von Michael Sack und Anna Regina Mackowiak
  • Eine Installation mit Bildern und Videos
  • Mit Livemusik von Stefan Straubinger
  • gutem Essen und kühlen Getränken
  • Klaviermusik von Sebastian Osthold
  • v.m.

Wir freuen uns, euch alle bei diesem Abend wiederzusehen und mit euch auf die lange Geschichte und Arbeit unseres Vereines anzustoßen!

Damit wir alles gut koordinieren können, ist eine verbindliche Zusage unter folgendem Anmeldeformular erwünscht:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScSanrBo9SnZf_6qrdK0XV2ik33IY2i1rapHO-5oqU__-DJTA/viewform

Datum: Am Freitag, den 22. Juli 2022 um 18 Uhr

Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstraße 80 – Saal

Die Veranstaltung wird gefördert von: Kulturreferat der Landeshauptstadt München

In Kooperation mit: Petra-Kelly-Stiftung

Für ihre Unterstützung Danke auch an: Migration macht Gesellschaft e.V. und EIneWeltHaus

Homepage: http://www.rechtshilfe-muenchen.de

E-Mail: rechtshilfe@migration-macht-gesellschaft.de

40 Jahre Rechtshilfe München e.V.

40 Jahre Rechtshilfe München e.V.

Am 22. Juli 2022 begeht die Rechtshilfe e.V. ihr vierzigjähriges Bestehen mit einem Festakt im Eine-Welt-Haus. Einerseits ist dieses Datum ein Grund zu feiern – dank des unermüdlichen Engagements zahlreicher ehrenamtlich tätiger Anwält*innen, Beisitzer*innen und Organisator*innen konnten jährlich ca. 1.200 geflüchtete Personen fachkompetent bei Fragen rund um Asyl, Aufenthalt, Familiennachzug etc. unterstützt werden. Andererseits stimmt dieses Jubiläum auch nachdenklich: die rechtliche und Lebenssituation von Geflüchteten in Deutschland ist nach wie vor hochproblematisch, einzelnen Verbesserungen in den letzten Jahrzehnten stehen deutliche Verschlechterungen gegenüber. Die Veranstaltung am 22. Juli 2022 zeichnet die bewegte Geschichte des Vereins nach und wagt einen Blick in die Zukunft.

Ein Grund zu feiern – aber auch ein Grund, um an dieser Stelle in den nächsten Wochen mit einigen Beträgen (s. hier unten, im Facebook und Instagram) wiederholt die dringendsten Probleme aufzuzeigen…


Beitrag 1 : Noch viel zu wenig bekannt: Was sind AnkERZentren?

 

World Refugee Day – Vielfalt feiern! – 08. Juli 2022

Pressemitteilung vom 18.05.2022 – Kulturfestival zum Weltflüchtlingstag 2022

Anlässlich des Weltflüchtlingstages – 20.Juni – veranstalten wir, ein Zusammenschluss verschiedener
Organisationen, am 08.07.2022 von 14:00 bis 22:00 Uhr, ein großes Kulturfestival unter dem Motto
„Vielfalt feiern!“.
Es findet statt im Kulturzentrum Sugar Mountain München und JQO (Junges-Quartier-Obersendling) in der Helfenrieder Straße 12, 81379 München. Auf dem Gelände des JQO befinden sich Wohnprojekte für Geflüchtete sowie viele Organisationen, Einrichtungen und Projekte für Migrationsarbeit.
Ein breites Münchner Bündnis befasst sich täglich mit den Themen Flucht und Asyl. Auf diese möchten wir an diesem Jahrestag nicht nur aufmerksam machen, sondern ein Festival von, für und mit
Geflüchtete(n) veranstalten.
Wir laden alle interessierten Münchner:innen ein – egal welcher Nationalität, Religion, sexuellen
Orientierung oder welchen Geschlechts, ob schon lange oder erst seit Kurzem in München. Alle sind
willkommen!
Die Kulturveranstaltung wird von über 70 Künstler:innen/Kunstschaffenden/Workshopleiter:innen, von denen der überwiegende Teil Flucht- und/oder Migrationserfahrung hat, mitgestaltet.
Die Teilnehmenden erwartet ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Interessen und
Altersgruppen. Neben Angeboten aus den Bereichen Musik, Kunst, Fashion, Tanz uvm. wird durch abwechslungsreiche Workshops ein breites Spektrum von Inhalten und künstlerischen Kenntnissen vermittelt. Die Hauptziele sind die Sichtbarkeit der vielfältigen Münchner Migrationsgesellschaft, das Schaffen medialer Aufmerksamkeit für die Situation von Geflüchteten, die Begegnung von Münchner:innen mit und ohne Flucht- und Migrationserfahrung und ein klares Signal für ein positives Miteinander.
Programmpunkte:
Bühnenprogramm
Moden-Show mit Musikband, Word Up – Slam, One Corner – Women Jam, Vue Belle, Work is a human right, Elie Kayembe, Syrischer Chor (Syrischer Sozial- und Kulturverein in München e.V.),
Musikschüler:innen MIKADO
Kultur- und Kunstworkshops
Stencil Graffiti Workshop mit Shaya Navid, Waacking Workshop mit Soumayya, Breakdance Workshop mit Aloun, Freies Graffiti mit InoxInk, Workshop Ego-Mobil Greenscreen (Kinderprogramm Iz.Art)/SPIELkultur e.V., Artefiz (Kinderprogramm Iz.Art)/SPIELkultur e.V., Stadtrundgang mit Hafez
Veranstalter:innen: Bellevue di Monaco, Campus di Monaco, Ein Teller Heimat im Westend, Lighthouse mobil (von Diakonie München und Oberbayern und Lichterkette e.V.), KJR München-Stadt, Migration macht Gesellschaft e.V., MIKADO – InitiativGruppe e.V., Morgen e.V., Münchner Flüchtlingsrat e.V., SchlaU-Werkstatt für Migrationspädagogik gGmbH, Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V., Willkommen in München, Über den Tellerrand kochen München e.V.
Unterstützer:innen: Landeshauptstadt München Kulturreferat, Glockenbachwerkstatt e.V., Abteilung Flucht, Asyl, Migration und Integration der Erzdiözese München und Freising, Green City e.V., Kreisjugendring Ebersberg, Dritte Welt Zentrum e.V., CultureKitchen
Die Veranstaltung wird gefördert durch Kultureferat der Landeshauptstadt München

“Keine Luft zum Atmen“ – Lesung mit Asmaa al-Atawna – 03.06.2022

Lesung mit Asmaa al-Atawna – 03.06.2022 – “Keine Luft zum Atmen” – Mein Weg in die Freiheit

 

Wir laden herzlich ein zur Lesung mit Asmaa al Atawna.

Sie wird aus ihrem Buch „Keine Luft zum Atmen“ lesen. Die deutschen Passagen liest Aylin Romey.

Fuad Hamdan moderiert den Abend.

Anmeldung bitte über das Anmeldeformular: hier Formular

Weitere Informationen zur Lesung:

»Ich bin von zu Hause und aus dieser Gesellschaft geflohen, um meinen eigenen Weg in die Freiheit zu finden. Ich habe alle Prüfungen der Demütigung, Drohungen und Anpassungsschwierigkeiten in der neuen ›französischen‹ Kultur, die völlig anders ist als meine ursprüngliche, durchgemacht, um schließlich frei zu sein.« (Asmaa al-Atawna)

Asmaa al-Atawna wurde im Jahr 1978 in einem Flüchtlingscamp in Gaza geboren. Sie ist weltweit eine der wenigen schreibenden Frauen aus einer Beduinenfamilie. Als sie 18 Jahren alt war, floh sie nach Frankreich. Sie studierte Politikwissenschaft und experimentellen Film. Frau al-Atawna arbeitete als Kriegsreporterin in Gaza und als Journalistin und Kolumnistin für die Zeitung al-Quds al-arabi in London, desweiteren beim Undergroundfilm und als Filmkritikerin. Sie bringt sich ein für die Gleichstellung im französischen Kultursektor und lebt in Toulouse.

Quelle: https://about.me/alatawna.asma

 

Datum: 03.06.2022

Ort: Eine Welt Haus – Saal

Einlass: 18:30 Uhr

Beginn: 19:00 Uhr

Aylin Romey liest in Deutsch – Moderation: Fuad Hamdan

Veranstalter: Migration macht Gesellschaft e.V. – Dritte Welt Zentrum e.V. – Migrationdienst der Initiativgruppe e.V.

Anmeldung bitte über das Anmeldeformular: hier Formular